01.12.2022

Großübung in Sanspareil

Am Dienstag, 20.09.2011, wurde die Feuerwehr Hollfeld kurz vor 19 Uhr zu einem angenommenen Brand in der Burg Zwernitz in Sanspareil gerufen. Die Großübung wurde auf Wunsch der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung durchgeführt, die in den letzten Monaten die Burg zu einem Museum umgebaut hat. In diesem Zusammenhang wurde auch die Zusammenarbeit über die Landkreisgrenze hinweg mit der neuen Integrierten Leitstelle (ILS) geprobt. Angenommen wurde, dass die Gebäude der Burg brennen und 7 Personen in den Räumen vermisst werden. Aufgabe der Feuerwehr Hollfeld war es, unter schwerem Atemschutz an der Menschenrettung mitzuwirken (hierzu wurde ein Trupp aus Hollfeld gestellt), sowie die Wasserversorgung für die Drehleitern aus Kulmbach und Waischenfeld sicherzustellen.
Da die Ortschaft Sanspareil nur über einen Löschwasserbehälter verfügt, der im Ernstfall sehr schnell leer sein würde, mussten mehrere Schlauchstrecken von einer 1,6 Km entfernten Wasserentnahmestelle (Schwalbach) verlegt werden. Hieran waren viele kleine Ortswehren mit ihren Tragkraftspritzen und Schlauchmaterial beteiligt. Hilfreich waren hier auch die Schlauchwägen SW 2000 aus Kasendorf und Thurnau, die jeweils 2000 m B-schläuche geladen haben. Man sieht bei einer solchen Übung, wie wichtig vor allem die kleinen Ortswehren sind. Ein solch Personal- und Materialintensiver Einsatz kann ohne sie nicht geleistet werden.

Das THW Kulmbach war mit der Aufgabe betraut, an der Einsatzstelle ein Funknetz im 2m-Band herzustellen, was wegen der Geländegegebenheiten nur bedingt gelang. Es zeigte sich auch, dass das analoge 4m-Funknetz des Landkreises Kulmbach in dieser Region sehr schlecht bis gar nicht funktioniert. Eine vernünftige Verständigung war nur im 4m-Funknetz des Landkreises Bayreuth möglich.

Im Einsatz waren 17 Feuerwehren mit ca. 230 Aktiven, dazu kommt noch Personal vom BRK, dem THW und der Polizei.

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